Holsteiner Verband

Stutenleistungsprüfung

Die Termine 2017

Stationsprüfungen für 3-jährige Holsteiner Stuten in Lürschau 2017

Auf der Anlage von Familie Polac, Dorfstr.31, 24850 Lürschau finden an folgenden Tagen ab 9.00 Uhr die Abschlußprüfungen (Freispringen und Vorstellung unter dem Reiter) der Stationsprüfungen für 3-jährige Holsteiner Stuten statt:

Dienstag, 14.02.2017

Dienstag, 07.03.2017

Dienstag, 09.05.2017

Von Februar bis März 2017 werden die Stationsprüfungen für 3-jährige Holsteiner Stuten in Lürschau durchgeführt.
Wir möchten jedem Züchter die Möglichkeit bieten, seine Stute zur Stationsprüfung 2017 anzumelden. Es können wieder ca. 75 Stuten auf Station geprüft werden.

Jede Holsteiner Stute (Geburtsjahrgang 2014) kann angemeldet werden.
Im Vordergrund stehen die weiblichen Nachkommen von Junghengsten bzw. Vollblütern, die sich im ersten oder zweiten Deckeinsatzjahr befinden, um hier frühzeitig züchterische Aussagen treffen zu können.

Sollten Sie Interesse haben, ihre Stute diese züchterisch wichtige Prüfung absolvieren zu lassen, so melden Sie die infrage kommende Stute anhand des Anmeldeformulares an und senden es an:

Holsteiner Verband
Abteilung Zucht
Steenbeker Weg 151
24106 Kiel

Anmeldeschluß ist der 14.Oktober 2016. Bitte beachten Sie diesen Anmeldeschluß, da wir möglichst frühzeitig einen Überblick über die zur Prüfung anstehenden Stuten bekommen müssen. Nähere Informationen gehen Ihnen nach der Anmeldung zu.

Allgemeine Informationen

Stationstest
Die Stutenleistungsprüfung sieht eine 14-tägige Trainingszeit mit Abschlusstest vor. Bei diesem Prüfungsmodell werden die Interierureigenschafen als Merkmal „Leistungsbereitschaft" zusammengefasst. Das Exterieur wir in die drei Grundgangarten: Schritt, Trab und Galopp, die Rittigkeit und das Freispringen aufgeteilt. Die Gewichtung des Stationstests beträgt:

  • 10% Interieur
  • 30% Grundgangarten
  • 35% Rittigkeit
  • 25% Springen

Die Stationstests werden jedes Jahr von Januar bis März in Lürschau durchgeführt.

Jede dreijährige Stute kann angemeldet werden. Im Vordergrund stehen die weiblichen Nachkommen von Junghengsten bzw. Vollblütern, die sich im ersten oder zweiten Deckeinsatzjahr befinden, um hier frühzeitig züchterische Aussagen treffen zu können. Wie schon in den vergangenen Jahren werden Töchter dieser Junghengste mit einer Förderung durch den Verband bedacht (ca. € 500,-- / Stute).

Sollten Sie Interesse haben, ihre Stute diese züchterisch wichtige Prüfung absolvieren zu lassen, so melden Sie die infrage kommende Stute bis Mitte Oktober des Vorjahres anhand des Anmeldeformulares beim Holsteiner Verband, Abteilung Zucht, Steenbeker Weg 151, 24106 Kiel, an.

Feldprüfung
Seit 1990 gibt es neben den Stationstest jedes Jahr von Mai bis Juni die eintägigen Feldprüfungen. Die Gewichtung der Feldprüfung beträgt:

  • 39% Grundgangarten
  • 30% Freispringen
  • 31% Rittigkeit

An diesem Tag absolvieren die Stuten das Freispringen, eine Abteilungsaufgabe unter dem eigenen Reiter und einen Fremdreitertest.

Häufig kommt die Frage auf welche Prüfung besser sei. Diese Frage kann man pauschal nicht beantworten. Jeder Züchter muss die Art der Stutenleistungsprüfung für sich und seine Stute, je nach seinem Betrieb oder Möglichkeiten, selbst abwägen. Jedoch kann man mit Sicherheit sagen, dass die 14-tägige Stationsprüfung genauer ist als die eintätige Feldprüfung. Die Stuten werden bei der Stationsprüfung 14 Tage unter „normalen" Bedingungen l ausgebildet und getestet. Diese Möglichkeit kann eine Feldprüfung nicht bieten, jedoch ist diese Feldprüfung in sofern vorteilhafter, da diese Prüfung einfacher zu organisieren ist und somit ein größerer Teil Stuten geprüft werden kann.

Die Beurteilung der Stuten bei einem Stutenleistungstest ist häufig sehr schwer, da viele ehrgeizige Züchter ihre Stuten schon intensiv Ausbilden/Vorbereiten. Aufgrund dieser Vorbereitung kann objektive Beurteilung der wirklichen Veranlagung erschwert werden. Aufgrunddessen wurde im laufe der Jahre eine Vorbereitungsrichtlinie entwickelt, die den Züchtern bei der Anmeldung ihrer Stute ausgehängt wird.

Seit 1990 ist die Anzahl der geprüften Stuten in Holstein ständig gestiegen. 1995 wurden 500 Stuten auf ihre Leistung geprüft. Das waren 75 % des gesamten Eintragungsjahrganges.

Knapp 10 Jahre später gab es einen Rückgang der Beteiligung an den Stutenleistungsprüfungen. Nach eingehender Analyse erkannte man, dass die Hauptursache das „Öffentlichmachen" der Noten war. Die Züchter, die schon mal eine Stute zu einem Stutenleistungstest brachten und nicht sehr erfolgreich waren, trauten sich nicht mehr an den Prüfungen teilzunehmen. Die Züchter hatten Angst, dass die durchschnittliche oder sogar unterdurchschnittliche Bewertung ihrer Stute Nachteile bei der Vermarktung der Fohlen mit sich bringt. Der Verband und die Landwirtschaftskammer stoppten den Rückgang durch das nicht Öffentlichmachen der Prüfungsnoten. Außerdem gibt es keine Indexberechnung mehr, sondern eine gewichtete End- bzw. Durchschnittsnote.

Es wurden noch andere kleine Veränderungen durchgeführt, die wieder zu mehr Vertrauen und Akzeptanz der Prüfungen führten.

Vorbereitungsrichtlinie für Stuten-Leistungsprüfung

Die Erfahrungen der zurückliegenden Jahre haben gezeigt, dass zur Gewährleistung der Chancengleichheit bei der Beurteilung der Stuten ein einheitliches Vorbereitungsniveau erforderlich ist.

Zum Zeitpunkt der Feldprüfung wird erwartet:

  • vorschriftsmäßige Influenza-Impfung
  • problemloses Auf- und Absitzen des Reiters/Fremdreiters
  • remontemäßiges Gerittensein
    - in den drei Grundgangarten im Gleichgewicht auf dem Hufschlag gehen,
    Zirkel und durch die ganze Bahn wechseln
    - im Trab kurzes „Tritte verlängern" (kein Mitteltrab)
  • Vertrautsein mit Hindernissen beim Freispringen

Diese Ziele werden aufgrund von Erfahrungen aus der Praxis folgendermaßen erreicht:

Die Vorbereitungszeit sollte mindestens 3 Monate betragen.

  • Der erste Monat dient der Umgewöhnung von Weidegang zur Longenarbeit.
  • Der zweite und dritte Monat beinhaltet das Anreiten und das Gewöhnen an Hinder-nisse (Freispringen).

Die Arbeit im ersten Monat:

  • Gewöhnung an Trense und Longiergurt, später auch an Sattel
  • Anlongieren am Halfter, welches über die Trense geschnallt wird
  • nach dem Anlongieren vorsichitges Ausbinden (vom Fachmann)
  • Erreichen einer guten Grundkondition, bei sicheren Grundgangarten Schritt,
  • Trab und Galopp an der Longe

Die Arbeit im zweiten und dritten Monat:

  • vorsichtiges Anreiten der Stuten,
    empfohlen wird, die Stuten mind. 3x pro Woche zu reiten
  • Findung des Gleichgewichtes mit dem Reiter
  • gehorsame Arbeit in den 3 Grundgangarten
  • Training im Freispringen über vernünftige Höhen, die der Leistungsbereitschaft der Stute entsprechen, mit richtiger Distanz zwischen den Hindernissen, ca. 7,00 m (Ponies und Kleinpferde entsprechend geringer)
Ein zu großer Ehrgeiz wirkt sich im Regelfall negativ auf die Beurteilung in der Prüfung aus.

Die Stuten sollten nach dieser Richtlinie vorbereitet zur Prüfung vorgestellt werden.

Im Interesse einer objektiven Beurteilung der genetischen Veranlagung aller Stuten bitten wir die Stutenbesitzer, die genannten Punkte einzuhalten. Bitte beachten Sie bei der Vorbereitung, dass die Stuten in 4-er Gruppen zur Prüfung der Grundgangarten und Rittigkeit vorgestellt werden.

© Holsteiner Verband